Geschichte des Kurort Bad Füssing vom Weiler zu Europas größten und bekanntesten Kurbades
Die ersten Besiedelungen lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Auch die Römer ließen sich in der Pockinger Heide nieder. Zahlreiche Orte erinnern an die Land- Bajuwarisierung.
Der Ortsteil Aigen am Inn wird um das Jahr 1010 erstmals in historischen Urkunden erwähnt und ist auch für seine Leonhardifahrt bekannt, die jährlich am ersten Sonntag im November Reiter aus Bayern und den Alpenländern anzieht. Bereits seit dem Mittelalter ist die Verehrung des hl. Leonhard in Aigen bezeugt. Die Ortschaft gilt als Keim der in Niederbayern weit verbreiteten Verehrung dieses Heiligen.
Bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803, mit dem die seit 1175 passauische Herrschaft Riedenburg sowie das gesamte Hochstift Passau an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern kamen, gehörte vom Gemeindegebiet nur der Weiler Füssing dem Kurfürstentum Bayern an, der Rest war passauisch.
Nachdem 1938 – bei der Suche nach Öl – Thermalquellen im damaligen Safferstettener Ortsteil Füssing gefunden wurden, begann in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts der Kurbetrieb. 1969 wurde dem Ortsteil Füssing der Titel Bad verliehen. Mit der Gebietsreform in Bayern wurde 1971/72 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen die Gemeinde Bad Füssing neu gebildet. 1999 eröffnete in Bad Füssing eine konzessionierte Spielbank.
Bad Füssing entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte mit ca. 3.000.000 Übernachtungen pro Jahr zu einem bedeutenden Kurort.